Das Augsburger Stadttaubenkonzept

 

Das Augsburger Stadttaubenkonzept:

Ein Wegweiser für Mensch und Tier

 

Stadttauben sind kein „Problem“, das man bekämpfen muss, sondern ein Erbe unserer Geschichte. Als Nachfahren von Haustieren sind sie im urbanen Raum auf unsere Hilfe angewiesen. Das Augsburger Modell zeigt seit Jahrzehnten, wie ein friedliches und sauberes Miteinander funktioniert.

 

Die Vision von Rudolf Reichert

 

In der Mitte der 1990er Jahre entwickelte der engagierte Tierschützer und Lehrer Rudolf Reichert in Augsburg ein bahnbrechendes Konzept. Er erkannte, dass Vergrämung und Tötungen niemals zum Erfolg führen, da die Vögel ihren angezüchteten Bruttrieb und ihre Standorttreue nicht ablegen können. Reichert schuf ein System, das heute weltweit als Goldstandard im Stadttaubenmanagement gilt.

 

Wie das Modell funktioniert

 

Das Prinzip ist so einfach wie genial und basiert auf dem biologischen Verhalten der Tiere:

  1. Betreute Taubenschläge:                                                                                     Die Tiere werden aus den Fußgängerzonen und von Bahnhöfen in kontrollierte Schläge gelockt. Dort finden sie artgerechtes Futter und sichere Nistplätze.

  2. Bindung an den Standort:                                                                                       Da Tauben bis zu 80 % ihres Tages im Schlag verbringen, fällt auch der Großteil des Kots dort an. Das schützt Fassaden und Denkmäler.

  3. Geburtenkontrolle durch Eiertausch:                                                                    In den Nestern werden die frisch gelegten Eier entnommen und gegen Kunststoff- oder Gipseier ausgetauscht. So wird die Population ohne Leid und nachhaltig reduziert.

  4. Gesundheitsmanagement:                                                                                   Die tägliche Betreuung ermöglicht es, verletzte oder erkrankte Tiere frühzeitig zu erkennen. Diese können dann gezielt entnommen und extern (z. B. durch einen Tierarzt oder in einer Pflegestelle) versorgt werden, was die Vitalität der gesamten Population stärkt und gesund hält und das Risiko für die Verbreitung von Krankheiten minimiert.

  5. Betreute Futterstellen

    Betreute Futterstellen sind neben kontrollierten Taubenschlägen die zweite wichtige Säule des Augsburger Modells. Sie dienen dem gezielten Bestandsmanagement im öffentlichen Raum

  6. Lenkungseffekt:                                                                                                Durch artgerechtes Futter an festen Plätzen werden die Tiere von sensiblen Bereichen (z. B. Gastronomie) weggelockt und an unkritischen Orten versorgt.

  7. Gesundheit & Sauberkeit:                                                                             Hochwertiges Körnerfutter ersetzt ungesunde Speisereste. Das verhindert den flüssigen „Hungerkot“ Die gezielte Fütterung beendet das Hungern der Tiere. Hochwertiges Körnerfutter stabilisiert ihre Verdauung und verhindert so den flüssigen Hungerkot, der durch den Mangel an artgerechter Nahrung entsteht

  8. Kontrolle:                                                                                                 Gesschultes Personal überwacht die Tiere, erkennt Verletzungen und Krankheiten frühzeitig und bereitet die Umsiedlung in betreute Schläge vor.

  9. Rechtssicherheit:                                                                                                Statt Wildfütterung erfolgt eine fachkundige Versorgung durch Ausnahmegenehmigungen im Sinne des Tierschutzes.                                              

 

Warum das Augsburger Modell alternativlos ist

 

Das Augsburger Modell ist die einzige Methode, die nicht die Symptome bekämpft, sondern die Ursachen der Überpopulation reguliert.

  • Biologische Kontrolle:                                                                            Stadttauben sind genetisch auf „Dauerbrüten“ programmiert. Fütterungsverbote führen lediglich zu Stressbruten und kranken Tieren. Nur der Eieraustausch in betreuten Schlägen senkt die Bestandszahlen wissenschaftlich nachweisbar und dauerhaft.

  • Ökonomische Nachhaltigkeit:                                                                               Statt teurer und rein reaktiver Maßnahmen (wie Vergrämung oder Fassadenreinigung), die das Problem nur verlagern, bietet das Modell eine präventive Lösung. Es ermöglicht eine gezielte Standortbindung, wodurch die Tiere an definierten Plätzen gebündelt werden und eine effektive Bestandskontrolle erst möglich wird.

  • Öffentliche Ordnung:                                                                                        Durch betreute Futterstellen werden die Tiere aus sensiblen Zonen (Gastronomie, Einkaufszonen) gelenkt. Das verbessert die urbane Hygiene messbar und reduziert Konflikte im Stadtbild.

  • Rechtssicherheit:                                                                                                  Als Staatsziel (Art. 20a GG) verlangt Tierschutz fachgerechte Lösungen.            Das Modell vereint kommunale Interessen mit dem ethischen Anspruch einer modernen Gesellschaft.

Fazit:                                                                                                                                Ein kontrolliertes Management ist effizienter, kostensparender und nachhaltiger als das bloße Verwalten eines Problems.

 

Rechtliche & Wissenschaftliche Grundlagen (Quellen)

 

Um unsere Arbeit auf ein festes Fundament zu stellen, stützen wir uns auf anerkannte Experten und Institutionen:

  • Rechtsgutachten von Dr. Eisenhart von Loeper:                                                  Der renommierte Tierschutzanwalt legt dar, dass Stadttauben als verwilderte Haustiere unter den Schutz des Staates fallen (Art. 20a GG) und Kommunen zur Fürsorge verpflichtet sind.

  • Gutachten zur Fundtiereigenschaft (Dr. Arleth):                                              Dieses Dokument belegt rechtlich, dass Stadttauben keine Wildtiere sind, was erhebliche Auswirkungen auf die Zuständigkeit der Kommunen hat.

  • BAG Stadttauben e.V.:                                                                                          Die Bundesarbeitsgruppe, die Rudolf Reichert mitbegründete, bietet umfassende Leitfäden zur praktischen Umsetzung. Konzept zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation Oktober 2007               

  • Deutscher Tierschutzbund:                                                                          Offizielle Positionen zur tierschutzgerechten Bestandsregulierung.


 

Unser Ziel bei StraßenTAUBE & StadtLEBEN e.V.

 

Wir führen das Erbe von Pionieren wie Rudolf Reichert fort. Unser Fokus liegt auf der Etablierung betreuter Schläge sowie kontrollierter Futterstellen.

 

Während Schläge die optimale Lösung für die Geburtenkontrolle bieten, sind fachlich betreute Futterstellen eine lebensnotwendige Säule unserer Arbeit.

Sie stellen die existenzielle Versorgung dieser Haustiere sicher.

Durch die artgerechte Nahrung verhindern wir den belastenden „Hungerkot“ und stärken das Immunsystem der Vögel.

 

Ein entscheidender Vorteil: Gut versorgte Tiere werden seltener krank oder schwach. Dies reduziert die Zahl der Notfälle drastisch, sodass weniger hungernde Tiere gemeldet, eingesammelt und zeitintensiv aufgepäppelt werden müssen.

Das schont die Ressourcen der Stadtverwaltung (Ordnungsamt/Feuerwehr) und entlastet die ehrenamtlichen Tierschützer sowie die lokalen Tierheime nachhaltig.

 

Wir setzen uns für diese Konzepte ein, um das Leben der Tauben zu schützen und unsere Städte für alle Bewohner lebenswerter zu machen.

 

Helfen Sie uns dabei – für ein friedliches Miteinander!

 

 

Die Einrichtung von betreuten Taubenschlägen nach dem Augsburger Modell

ist die einzig wirksame Möglichkeit, die Taubenpopulation friedlich

nachhaltig und tierschutzkonform zu reduzieren.

 

Die vorhandenen erfüllen maximal eine Alibi-Funktion.

Ihre Anzahl ist bei weitem nicht ausreichend, um alle Tiere von der Straße fernzuhalten.

 

Die wirksamkeit der betreuten Taubenschläge ist wissenschaftlich belegt und hat sich erfolgreich in über 60 Städten bewährt.

 

Durch den Austausch der Gelege gegen Gipseier wird die Vermehrung ganz einfach und natürlich reduziert.

 

Die Tauben ziehen sich aus dem Stadtbild zurück, da sie in den Schlägen artgerechtes Futter erhalten.

Sie müssen nicht mehr an Imbissbuden betteln und Abfälle zu sich nehmen.

 

Die Tauben halten sich 80 % des Tages im Schlag auf.

Der Kot verbleibt somit dort und kann hygienisch entsorgt werden.

 

Und: Das Stadtbild erfährt auf lange Sicht ein freundliches Gesicht, da Vergrämungs-Spike und Fangnetze überflüssig werden.


 

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Betreute Taubenschläge nach dem "augsburger modell"

Stadt Ingoldstadt

Das Augsburger Stadttaubenkonzept ist ein tierschutzgerechtes Konzept zur Regulierung und Reduzierung der Stadttauben zum Wohle von Mensch und Tier. Die Stadt Augsburg betreibt mehrere betreute Taubenschläge im Stadtgebiet, in denen die Tauben versorgt und ihre Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden.

Die Veröffentlichung dieses Films auf unserem Kanal erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Stadt Augsburg

 

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Augsburger Modell Man muss Geduld haben
Augsburg Man muss Geduld haben-1.pdf
PDF-Dokument [739.7 KB]

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Taubenschlag Kulmbach nach dem Auigsburger Modell auf

der Webseite unter:

https://www.stadttauben-kulmbach.de/module/schlaege/schlaege.asp?kategorie_id=1

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(Keine) Tauben in Weimar: Beste Taubenschlag-Betreuung mit Fütterungsgenehmigung

Das vermutlich beste Tauben-Schutz, -Liebe und Bürger:innen-Modell der Erde gibt es in Weimar ??‍??  Fütterungsgenehmigung an drei Plätzen in Weimar am Bahnhof s.Clip

 

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Konzept zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation der Bundesarbeitsgruppe (BAG) Stadttauben bei „Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner“ e.V. Geschäftsstelle Aachen

 

 

Erfolgreiche Populationseindämmung Frankfurt

 

 

Bundesarbeitsgruppe (BAG) Stadttauben
bei „Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner“ e.V.

Geschäftsstelle Aache
 
Wir danken den mehr als 30 Städten, die das Konzept bereits umsetzen, für die gute
Zusammenarbeit und den dortigen Tierschützern für ihren engagierten,
ehrenamtlichen Einsatz.
Oktober 2007
Elisabeth Heß, Würselen
Rudolf Reichert, Augsburg
 

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Infos Informationsmappe PDF

Informationsmappe Teil A
Das von der Bundesarbeitsgruppe (BAG) Stadttauben erarbeitete Konzept
stellt alle Aspekte rund um die Stadttauben dar und zeigt Wege
zur tiergerechten und wirksamen Bestandskontrolle auf
BAG Konzept_Teil_ A _gesamt_.pdf
PDF-Dokument [1.0 MB]

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Rudolf Reichert Füttern im Schlag
Rudolf Reichert Füttern im Schlag.pdf
PDF-Dokument [245.9 KB]

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Rudolf Reichert Fütterungsverbot
Fuetterungsverbot Rudolf Reichert.pdf
PDF-Dokument [23.5 KB]

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Brigitte Oettl
Der nachhaltig-soziokulturelle Klimawandel: Die Obdachlosen der Lüfte zurück in der Obhut des Menschen. Teil 2 Das „Augsburger Modell“ Rudolf Reichert kreiert 1995 in Augsburg das „Augsburger Modell“. 
Sukzessive ziehen über 250 Kommunen mit. Kulturell setzt die Rekultivierung

der obdachlosen Nutztaube Columba ivia forma domestica zum wiederbefriedeten Haustier die historische HaustaubenHaltung fort. Soziokulturell erhält die Taube ihre Würde zurück – und damit der Mensch s. PDF

 

 

Basler Modell oder Augsburger?

 

     Warum das „Basler Modell“ am Tierschutz scheiterte:                                             Eine fachliche Analyse 

Das ursprüngliche „Basler Modell“ (nach Daniel Haag-Wackernagelin den 1980er/90er Jahren) basierte auf der ökologischen Theorie, dass die Populationsdichte ausschließlich über die Nahrungsressourcen reguliert werden könne.

Dies wird oft als Argument für Fütterungsverbote angeführt.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung der letzten Jahrzehnte zeigt jedoch, dass dieses Modell die biologischen Realitäten der Stadttaube ignorierte und zu massivem Tierleid führte, ohne die Population nachhaltig zu reduzieren.

Die Strategie war einfach: Strenge Fütterungsverbote kombiniert mit Taubenschlägen, in denen die Tiere jedoch bewusst nicht gefüttert wurden.

Das Ziel war, dass die Tauben Hunger leiden sollten, um die Vermehrung einzustellen.

In der praktischen Anwendung bei Stadttauben erwies sich dieser Ansatz jedoch als fehlerhaft und tierschutzwidrig.

 

1. Der biologische Irrtum: Domestikation vs. Wildbiologie

 

Die Theorie von Haag-Wackernagel berücksichtigte nicht ausreichend, dass Stadttauben keine Wildtiere, sondern domestizierte Haustiere sind. Der Mensch hat ihnen über Jahrtausende einen genetischen Brutzwang angezüchtet, um eine maximale Fleisch- und Eierproduktion zu gewährleisten.Heute wissen wir aus der Praxis und modernen Studien (z. B. zum Augsburger Modell), dass dieser Ansatz bei Stadttauben nicht funktioniert. 

  • Kein natürlicher Stopp:                                                                               Während Wildtiere die Fortpflanzung bei Nahrungsmangel einstellen, brüten Stadttauben bis zu 8-mal im Jahr weiter – selbst unter schwerster Unterernährung.

  • Vermehrung trotz Hunger:                                                                                      In der Fachliteratur wird belegt, dass Stadttauben selbst bei schwerster Unterernährung weiterbrüten. Der Arterhaltungstrieb äußert sich hier nicht durch Qualität (starke Jungtiere), sondern durch Quantität (ständige Nachgelege).

  • Genetischer Brutzwang:                                                                          Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern Haustiere. Sie wurden auf eine extrem hohe Vermehrungsrate gezüchtet. Selbst bei schwerstem Hunger hören sie nicht auf zu brüten. Durch jahrtausendelange Selektion auf hohe Reproduktionsraten (für Fleisch- und Eierproduktion) wurde der Haustaube der natürliche Instinkt zur Brutpause bei Nahrungsmangel abgezüchtet.

  • Tierleid statt Reduktion:                                                                                   Wenn Tauben nicht gefüttert werden, sinkt nicht die Anzahl der gelegten Eier, sondern lediglich die Überlebenschance der Küken. Die Elternvögel versuchen, den Verlust durch noch schnellere Nachgelege auszugleichen. Die Folge ist ein qualvolles Verhungern der Jungtiere im Nest.

 

Resultat:                                                                                                                       Auch bei schwerer Unterernährung stellen Stadttauben die Brut nicht ein. Dies führt zu „Hungerbruten“, bei denen Küken im Nest verhungern, während die Elterntiere aufgrund des genetischen Drucks sofort neue Eier legen, um den Verlust auszugleichen.Ein Fütterungsverbot senkt nicht die Geburtenrate. Es führt lediglich dazu, dass die Elterntiere die Küken nicht mehr versorgen können. Diese verhungern qualvoll in den Nestern, woraufhin die Eltern sofort eine neue Brut beginnen (Kompensation).

 

 

2. Verlust der Kontrollmöglichkeit (Schlagbindung)                             Das Scheitern des ohne Fütterung

 

Das Basler Modell sah vor, Tauben in Schlägen anzusiedeln, sie dort aber nicht zu füttern, um sie zur Nahrungssuche im öffentlichen Raum zu zwingen (wo Fütterungsverbote galten).

 

Ein zentrales Element der Populationskontrolle ist der Austausch von Eiern gegen Attrappen. Dies setzt voraus, dass die Tauben in betreuten Schlägen brüten.

  • Mangelnde Schlagbindung:                                                                                Das Basler Modell sah vor, in Schlägen nicht oder nur minimal zu füttern.      Tauben binden sich jedoch nur an einen Ort, an dem sie sicher versorgt werden.      Eine Taube bindet sich nur an einen Ort, der ihr Sicherheit und Nahrung bietet.In den „hungrigen“ Basler Schlägen blieben die Tauben nicht. Sie brüteten weiterhin unkontrolliert an Fassaden und auf Balkonen, um in der Nähe von Restabfällen in der Fußgängerzone zu sein. Ein Eiertausch war so kaum möglich.

  • Abwanderung in den öffentlichen Raum:                                                            Da die Schläge keine Nahrung boten, suchten die Tiere weiterhin im städtischen Raum nach Abfällen und brüteten unkontrolliert an Fassaden und Balkonen. Der Eiertausch – die einzige schmerzfreie Methode der Bestandsreduktion – wurde dadurch großflächig unmöglich gemacht.

  • Verlust der Geburtenkontrolle:                                                                             Da die Tiere den „hungrigen“ Schlag verließen, brüteten sie weiterhin unkontrolliert an Fassaden und Balkonen. Damit wurde der einzige schmerzfreie Weg der Bestandsreduktion – der Eiertausch – unmöglich gemacht.Ein Schlag ohne Fütterung ist somit funktionslos für das Management

 

3. Wissenschaftliche und juristische Bewertung heute

Das reine „Aushungern“ wird heute als tierschutzwidrig und unwirksam eingestuft. Moderne Konzepte wie das „Augsburger Modell“ setzen stattdessen auf kontrollierte Fütterung im Schlag, um die Tiere ortstreu zu machen und so die Geburtenrate schmerzfrei durch Eiertausch zu senken. Die einseitige Konzentration auf Fütterungsverbote und „Aushungern“ wird heute von Fachgesellschaften abgelehnt:

  • Tierschutzwidrigkeit: Hunger reduziert nicht die Geburtenrate, sondern erhöht lediglich die Sterblichkeit und Krankheitsanfälligkeit (Tierleid).

  • Rechtliche Lage: Juristische Gutachten weisen darauf hin, dass Fütterungsverbote ohne gleichzeitige Schaffung von betreuten Schlägen mit kontrollierter Fütterung gegen das Staatsziel Tierschutz verstoßen können.

 

Fazit für ein modernes Management

Ein Taubenschlag ohne kontrollierte Fütterung ist wirkungslos für die Bestandsregulierung und verstößt gegen den Tierschutzgedanken. Erst durch die Gabe von artgerechtem Körnerfutter im Schlag werden die Tiere ortsgebunden. Nur so halten sie sich ca. 80 % des Tages im Schlag auf, was den konsequenten Eiertausch und saubere Innenstädte überhaupt erst ermöglicht.

 

Belegbare Quellen und weiterführende Links zum Nachlesendie das Scheitern bzw. die Mängel des ursprünglichen Modells und die Notwendigkeit der Fütterung belegen:

 

Stadt Augsburg:

Offizielle Dokumentation des Erfolgsmodells, das durch kontrollierte Fütterung und konsequenten Eiertausch die Population gesund reduziert hat.Im Gegensatz zu Basel zeigt das Augsburger Modell, dass kontrollierte Fütterung im Schlag die Tiere ortstreu macht und so eine Geburtenkontrolle von über 90 % ermöglicht.                                   Zur Webseite:

https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/umweltstadt-augsburg/stadttaubenkonzept

  • Verein Stadttauben Basel (Nachfolgeorganisation):                                              Der Verein, der das Basler Modell heute betreut, distanziert sich von der reinen Verbotspolitik der Vergangenheit. Er betont, dass nur durch betreute Schläge mit Fütterung eine gesunde Population und ein effektiver Eiertausch möglich sind.

  • DJGT (Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V.):                    Das Gutachten zur Rechtswidrigkeit von Fütterungsverboten belegt, dass die Unterversorgung von Stadttauben zu erheblichem Leiden führt, ohne die Population nachhaltig zu senken.

 

Biologie und Brutzwang

 

Gutachten von Dr. iur. Christian Arleth (juristischer Referent der Landestierschutzbeauftragten) in Zusammenarbeit mit (extern) Dr. med. vet. Jens Hübel (ZB Zier-, Zoo- und Wildvögel), Tierärztliche Beratung, Gutachten und Forschung mit den Schwerpunkten Vögel (inkl.Nutzgeflügel), Tierschutz, Tierversuche

 

 Wissenschaftliche und juristische Bewertung der Folgen

Die Folgen des Basler Modells waren so gravierend, dass moderne Konzepte (wie das Augsburger Modell) heute das Gegenteil praktizieren: kontrollierte Fütterung im Schlag.

  • Tierleid als „Regulator“: Die DJGT (Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht) stellt fest, dass Fütterungsverbote ohne Alternativen Schmerzen und Leiden verursachen, was gegen das Staatsziel Tierschutz verstößt.

  • Der Vakuum-Effekt:                                                                                           Haag-Wackernagel räumte selbst ein, dass entnommene oder verstorbene Tiere durch Zuzug aus dem Umland und gesteigerte Reproduktion der Verbliebenen sofort ersetzt werden, solange keine Geburtenkontrolle (Eiertausch) stattfindet.

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Wackernagel und Dr Maisack zu Baslermodell oder Augsburger
Wackernagel-und-Dr.-Maisack-DJGT-zu-Basl[...]
PDF-Dokument [816.9 KB]

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