Stadttauben gehören zu unserem Stadtbild wie der Asphalt und die Laternen. Doch hinter ihrer ständigen Präsenz verbirgt sich ein oft übersehenes Schicksal: Stadttauben sind keine Wildtiere. Sie sind die Nachkommen entflogener oder ausgesetzter Haustiere – im Grunde obdachlose Haustiere, die auf unsere Fürsorge angewiesen sind.
Ein Fütterungsverbot mag auf den ersten Blick wie eine logische Maßnahme zur Bestandskontrolle wirken, doch bei Stadttauben bewirkt es das Gegenteil von Tierschutz:
Der angezüchtete Brutzwang: Durch ihre Herkunft als Zuchttiere wurde den Tauben ein unnatürlicher Bruttrieb angezüchtet. Selbst wenn sie hungern, hören sie nicht auf, Eier zu legen. Das Ergebnis sind entkräftete Elterntiere und Küken, die bereits im Nest verhungern.
Qualvoller Hunger statt Regulation: Ein Entzug der Nahrung führt nicht dazu, dass die Tiere wegziehen. Tauben sind extrem standorttreu. Ein Fütterungsverbot bedeutet für sie schlicht einen langsamen Hungertod mitten unter uns – ein klarer Verstoß gegen den ethischen Tierschutz.
Mangelernährung und Krankheiten: Ohne artgerechtes Körnerfutter fressen Tauben Abfälle, Pizzareste oder Pommes. Dieser „Müll“ macht sie krank, führt zu dem typischen flüssigen „Hungerkot“ und schwächt ihr Immunsystem.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen längst, dass Hunger keine Bestände nachhaltig reduziert. Im Gegenteil: Gestresste Schwärme brüten oft noch intensiver, um den Verlust auszugleichen. Zudem führt die verzweifelte Suche nach Nahrung dazu, dass die Tiere immer tiefer in Fußgängerzonen und Außengastronomien vordringen – genau dorthin, wo man sie eigentlich nicht haben möchte.
Wir tragen die Verantwortung für diese Tiere, da wir sie einst für unsere Zwecke gezüchtet haben. Sie wie „Schädlinge“ zu behandeln, wird ihrer Geschichte nicht gerecht. Ein respektvoller Umgang bedeutet, sie wie andere Straßentiere auch zu behandeln: mit Empathie und einer sachgerechten Versorgung.
Statt wirkungsloser Verbote, die lediglich das Elend verwalten, brauchen wir kontrollierte Betreuungskonzepte (wie das Augsburger Modell).
Betreute Taubenschläge: Hier erhalten die Tiere artgerechtes Futter und einen sicheren Rückzugsort. Der wichtigste Aspekt: Die gelegten Eier werden gegen Attrappen ausgetauscht. Das mindert das Leid, reduziert die Population nachhaltig und hält die Innenstädte sauber.
Kontrollierte Futterstellen: Da Schläge oft nicht überall sofort umsetzbar sind, sind betreute Futterstellen ebenso essenziell. Sie ermöglichen eine gezielte Versorgung mit gesundem Körnerfutter an festen Plätzen. Das verhindert, dass die Tiere aus Hunger Abfälle fressen oder in Straßencafés/Imbiss betteln müssen. Nur so können wir den Gesundheitszustand der Schwärme überwachen und den Tierschutz im Alltag gewährleisten.
Lassen Sie uns den Weg der Menschlichkeit wählen – für ein Miteinander, das Tierleid beendet, statt es per Verordnung zu erzwingen.
Die Frankfurter Taubenfee Frau Gudrun Stürmer vom
Stadttaubenprojekt Frankfurt hat dazu eine klare Meinung!
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Gudrun Stürmer
"Lasst uns Verantwortung übernehmen! "
Clip ansehen unter:
https://www.youtube.com/shorts/tVs0Mz5t8L0
Weitere Infos vom Stadttaubenprojekt Frankfurt finden Sie auf Facebook:
https://www.facebook.com/StadttaubenprojektFrankfurt/reels/
Ein Film der Taubenexpertin Dr. Almut Malone, Berlin
Dr. Almut Malone & Dr. Jens Hübel sprachen sich für Stadttauben aus vor einem Teil
Dr Almut Malone und Dr Jens Hübel
Kurzfilm ansehen- Tauben sind keine Wildtiere!
https://www.facebook.com/reel/542330814873897
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