Woher kommen die Tauben in unseren Städten?

 

Die Ansiedlung der Stadttauben in unseren Städten wurde und wird aktiv vom Menschen verursacht. Deshalb ist es unsere Pflicht, eine nachhaltige, tierschutzkonforme Lösung für Mensch und Tier zu schaffen.

 

Die Vorfahren unserer Stadttauben sind Felsentauben aus den Mittelmeerregionen. Diese Tauben wurden vom Menschen über Jahrhunderte domestiziert und weitergezüchtet.

 

Früher wurden Tauben als Nutztiere (Eier, Fleisch) gehalten. Die Tauben in unseren Städten stammen von diesen ab. Die heutigen Stadttauben sind somit verwilderte Haustiere und deren Nachkommen. Sie sind auf die Versorgung durch den Menschen angewiesen.

 

Jährlich stranden Tausende von Brieftauben in den Städten. Um ihren Züchtern Rekorde zu bescheren, werden die Tiere auf zu weite Distanzen geschickt, sprich an weit entfernten Orten ausgesetzt. Viele finden nicht mehr in den heimischen Schlag zurück. Vor Erschöpfung oder aus Desorientierung.

 

 

Die Tauben, die nicht unterwegs verenden, schließen sich den Stadttaubenschwärmen an. Die Population wächst somit zusätzlich weiter.

 

Koexistenz kann gelingen

Nostalgische Betrachtung!
 
Ein Wandertaubenpaar in der großartigen Zeichnung von John James Audubons dargestellt. Wandertauben wurden bekanntlich ausgerottet. Die letzte ihrer Art, Martha, starb nach 29 Jahren einsam im Zoo.
 
Es waren wunderbare bunte Geschöpfe, beinahe floral in ihrem Erscheinungsbild. Gewaltig waren ihre Schwärme am Himmel, viele Milliarden Wandertauben sollen es gewesen sein. „Es konnte vorkommen, dass drei Milliarden Wandertauben in einem Schwarm von 500 Kilometern Länge und 1600 Metern Breite vierzehn Stunden lang über einen Ort hinwegfligen.“ (Karin Schneider, Tauben, 2021, Matthes & Seitz Berlin)
 
Für uns Menschen scheint nur die aussterbende Art schützenswert zu sein. Anders lässt sich unser Denken und Handeln nicht erklären. Wir fürchten das Große, das Wilde, das wir nicht unterwerfen vermögen. Und wenn es uns dann entkommt, z. B. durch die Bedrohung des Aussterbens, dann plötzlich bekommen wir die Angst, diese erfahrbare Vergänglichkeit könnte auch unsere Existenz bedrohen.
 
Dies ist eines der Dilemmas der Straßentauben, die durch ihre Genetik zum Vielfachbrüten getrieben sind, und so das Aussterben scheinbar umgehen können. Was ihnen zum Nachteil ihrer Art ausgelegt wird, weil sich ihre Größe damit unserer Kontrolle entzieht, was unsere Urängste mobilisiert.
 
Jedoch, wenn wir mit der notwendigen Ratio an die Existenzberechtigung der Straßentauben herangehen, schaffen wir auch eine beruhigende Koexistenz mit ihrer Art. Wir lenken ihr derzeitig und unfreiwillig städtisches Dasein in geordnete Verhältnisse. Das Augsburger Modell hilft uns hier aus dem Dilemma. Und die Straßentaube, Columba livia forma domestica“, kann ohne Bedrohung eines Aussterbeszenarium ihre Existenzberechtigung zurückerlangen.
 
ARGE Stadttauben Salzburg
Hans Lutsch 

Endlich schluss mit den vorurteilen

Erna- Graff- stiftung für Tierschutz

 

Hartnäckig halten sich vorurteile über unsere stadttauben in den köpfen, obwohl Sie wissenschaftlich widerlegt sind

 

Stadttauben übertragen KEINE Krankheiten.

Tauben gelten als Überträger von Krankheiten und Schädlingen. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigt, dass eine Ansteckung bei Hund und Katze wahrscheinlicher und teilweise gefährlicher ist.

 

Stadttauben vermehren sich NICHT über das Futterangebot.

Stadttauben haben einen vom Menschen angezüchteten Brutzwang. Unter Futtermangel brüten sie zum Erhalt ihrer Art sogar noch mehr. Fütterungsverbote dämmen somit nicht die Fortpflanzung ein, sondern sind aus ethischen und tierschutzrelevanten Gründen abzulehnen.

 

Stadttauben finden NICHT genügend Nahrung.

Eine Stadttaube ist in ihrem Leben nicht einen Tag satt. Sie lebt vom Zivilisationsmüll. Durchfall und Siechtum sind die Folge. Stadttauben sind generell stark untergewichtig und erreichen im Schnitt nur ein Zehntel ihrer eigentlichen Lebenserwartung.

 

Stadttauben sind NICHT in Städten, weil sie gefüttert werden.

Stadttauben sind in unseren Städten, da sie von Felsentauben abstammen und unsere Häuser in der Stadt den Felsen ähneln. Stadttauben gehen nicht aus der Stadt, da sie vom Menschen eingebrachte Haustiere sind und keinen natürlichen Lebensraum besitzen.

 

Stadttauben sind HAUSTIERE

Stadttauben sind verwilderte Zuchttauben und deren Nachkommen. Als ehemalige Haustiere sind sie, genau wie Hunde und Katzen, auf die Versorgung durch den Menschen angewiesen.

 

Taubenkot zerstört KEINE Gebäude.

Taubenkot ist hässlich, aber nicht ätzend genug, um die Bausubstanz zu beschädigen..

 

Stadttauben sind nicht frech.

Sie laufen aus Hunger und Verzweiflung in Imbissbuden und Bäckereien

 

Auf der Hompage Erna -Graff Stiftung mehr Infos: Übertragen Tauben Krankheiten und Parasiten? 

https://www.erna-graff-stiftung.de/tauben/krankheiten/#Wie_schaetzen_die_Behoerden_das_Risiko_einer_Infektion_durch_Tauben_ein 

 

 Gefährdungseinstufung von Stadttauben Übertragen Tauben Krankheiten und Parasiten? 

 

Gefährdungseinstufung von Stadttauben Übertragen Tauben Krankheiten

und Parasiten?
Überprüfung aktueller Aussagen aus dem Internet auf ihren Wahrheitsgehalt

Stand 29. Juli 2017


Dr. Mirja Kneidl-Fenske, Hamburg
Betreuende Tierärztin für den Hamburger Stadttauben e. V.
Michaela Dämmrich, Hannover
Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen

 

Gefährdungseinstufung Stand 2017
Gefährdungseinstufung-der-Stadttauben11.[...]
PDF-Dokument [108.1 KB]

.

Kontakt

Bitte Kontaktformular nutzen bei Kontakt / Impressum

Wir beantworten nur Anfragen mit vollständigen Absender-Angaben (Name, Adresse, Telefon)

 

spendenkonto

StraßenTAUBE und StadtLEBEN e.V.​

Sparkasse Zollernalb
IBAN DE59 6535 1260 0134 0450 34
BIC SOLADES1BAL

 

 

PayPal Spendenlink:

Druckversion | Sitemap
© StraßenTAUBE und StadtLEBEN e.V.